Sportwagen
Für einige von uns begann der Umgang mit einem Sportwagen schon sehr
früh, wir wurden als Babys darin herumgefahren, diese komischen
Vehikel waren zwar nicht tiefer gelegt, aber sie waren die exklusive
Variante der herkömmlichen Kinderwagen und von unseren Müttern sehr
gern gesehen. Während der Kindheit wird es uns noch nicht so bewusst,
wir sehen tolle Autos und wissen nichts über deren Preise und dass
wir sie vielleicht nie fahren werden. Wir sehen nur schwarz und weiß
und sind zufrieden mit unserem Wissen. In der Pubertät hat sich
unser Gehirn (bei den meisten) schon weiterentwickelt und wir
verbinden einen solche einen Wagen mit Ansehen, Schnelligkeit und
viel Geld, dass wir leider nicht haben. Zum Manne gereift, wissen
wir genau wovon wir reden, wir kennen unsere favorisierten Autos in
und auswendig, die gesamte Technik, den Verbrauch, einfach alles.
Wenn wir ihn auf der Straße sehen, verdrehen wir uns die Augen und
verursachen fast einen Unfall, weil wir so lang hinterher sehen, bis
er wieder verschwunden ist.
Sportwagen und der Drang ihn haben zu wollen
Natürlich wissen die Ehefrauen nichts von diesem nie enden wollenden
Drang unbedingt so einen Sportwagen haben zu wollen. Wohin dann mit
den Kinderwagen, den Einkäufen, der Yoga Matte und der neuen
Einfassung fürs Beet aus dem Baumarkt? Wer soll denn dass bei diesen
Spritpreisen bezahlen? Wir müssen doch noch hier und wir müssen doch
noch da......Keine Chance auf so einen Flitzer. Insgeheim hören wir
nie auf zu träumen, ein Sportwagen ist wie eine Frau, von der alle
träumen, einer Frau der man auf jedem Cover begegnet, die einfach
topp aussieht und die uns wahrscheinlich nicht mal ein müdes Lächeln
gönnen würde. Aber man kann ja träumen. Vielleicht hat man
irgendwann einen Lottogewinn, oder erbt von einem bis heute
unbekannten Großonkel aus Barbados? Wer weiß dass schon, das Leben
ist voller Überraschungen.
Sportwagen - Ein lang gehegter Jugendtraum
Wenn die Kinder aus dem Haus sind und nur noch die Enkel am
Wochenende zu Besuch kommen, denken viele wieder an ihre
Jugendträume. Jetzt muss man nicht mehr mit dieser langsamen
Familienkutsche rumfahren, jetzt könnte man doch einfach zuschlagen.
Aber dann meldet sich wieder das schlechte Gewissen mit
Altersvorsorge und dem Geld was man eigentlich den Kindern geben
wollte usw. Sicherlich stehen Kinder immer an erster Stelle, aber
warum können wir auch nicht mal an uns denken? Ein Leben voller
Arbeit liegt hinter uns und was kommt jetzt? Wissen wir wie lang wir
unsere Träume noch leben können? Nein, wir können es nur
ahnen....also dann los, einen roten Sportwagen kaufen und ins Blaue
fahren...